Klanginstallation "Ich bin..."

Klanginstallation des Lukas-Chores

„… die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.“ spricht Christus.

„Der Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.“ schreibt der Philosoph Martin Heidegger.

Die Zeit vor Ostern ist traditionell die Zeit des Fastens und bewussten Verzichts und doch führt sie auf das Osterfest hin. Die Klanginstallation will Sie ab dem 20. Februar mit den „Ich-bin-Worten“ aus dem Johannesevangelium durch diese Zeit begleiten.

Kirchenräume sind anders. Sie stehen in einem besonderen Verhältnis zu ihrer Umgebung. Wie ein Resonanzraum nehmen sie den Klang ihres Umfelds auf, verstärken und verändern ihn. So will auch die Installation Dinge sichtbar machen. Durch die Ich-bin-Worte Jesu, durch Musik, Licht und Stille soll erfahrbar werden, was der Kirchenraum uns zu erzählen versucht.

Wie in einem Satz einzelne Worte nacheinander gesprochen werden und erst zum Schluss durch ihren Kontext einen Sinn ergeben, wird vom 21. Februar bis zum 11. April jede Woche ein neues Element den Raum nach und nach erschließen.

Die Ich-bin-Worte werden von Ruth Geiersberger reflektiert und musikalisch in unterschiedlicher Art und Weise aufgenommen. Hierbei werden neben dem Lukaschor auch verschiedene solistische Beiträge zu hören sein.

Über 25 im Raum angeordnete Lautsprecher und mehrere Kilometer Kabelweg dienen als technisches Instrument. Stellvertretend für die Menschen der Stadt, die gerade nicht zusammenkommen können bleibt der Kirchenraum durch sie vom Klang erfüllt. Die Aufstellung der Lautsprecher folgt dem kreuzförmigen Grundriss der Kirche. Für die Aufnahmen zur Klanginstallation wurden die Mitwirkenden einzeln zeitlich versetzt aufgezeichnet. Die Lautsprecher sind mit Abstand zueinander im Raum platziert. Durch die Art der Wiedergabe entsteht in St. Lukas aus dem Akt der Distanzierung eine Konsonanz, die einlädt, den physischen Raum neu zu erschließen.

Christiane Wolf-Schweiz wird die Installation um eine visuelle Komponente bereichern, indem sie das im Raum vorhandene Licht durch Goldplättchen sichtbar macht. Sie können beobachten wie die Reflektionen des Lichts durch den Raum wandern.

Ein weiteres wichtiges Element der Installation soll auch die Stille sein. Hier sind auch Sie eingeladen, das was die Installation verstärken will, zu reflektieren. So kann die Resonanz Ihrer Gedanken und Überlegungen auch für Sie im Kirchenraum von Sankt Lukas wahrnehmbar werden.

Bitte betreten Sie den Kirchenraum nur mit Mund-Nase-Schutz und dem gebotenen Abstand.

Mitwirkende:

Instrumental- und Vokalsolisten
Mitglieder des Lukas-Chor, München
Sprecherin: Ruth Geiersberger
Visuelle Installation: Christiane Wolf-Schweiz
Konzeption: Michael Leyk
Leitung: Tobias Frank