Leben im Wandel - Lichtzeichnungen von Susanne Hanus

Susanne Hanus setzt die beiden großen Fenster unter den Rosetten der Lukaskirche, die Windfänge zu den Seitenportalen, mit ihren Zeichnungen in ein neues Licht. Sie nimmt mit diesen „Leben im Wandel“ in den Blick. Es ist ein Thema, das die Menschen seit jeher umtreibt. Ein Thema, das jede und jeder in diesen Zeiten von Pandemie, Klimawandel, rasantem technischen Fortschritt und gesellschaftlichen Verwerfungen allzu oft schmerzlich spürt. Zugleich ist es aber auch ein Motiv, das Hoffnung in sich birgt. Hoffnung auf einen Wandel zum Besseren.

Auf dem einen Fenster sind menschenähnliche Wesen zu sehen, die unter Wasser leben. Sie suchen nach Kostbarem oder etwas, das sie zum alltäglichen Überleben gebrauchen können. Der Klimawandel hat stattgefunden und die Wesen auf der Erde müssen damit zurechtkommen.


Auf dem zweiten Fenster ist eine Entwicklung zu sehen, anders als in der Biblischen Entstehungsgeschichte oder in der gängigen Evolutionslehre, gehen hier völlig unerwartet Lebewesen auseinander hervor. Am Ende der Evolution steht ein prächtiger Baum. Bäume des Lebens hatten schon immer eine große Bedeutung. Heute wären große gesunde Bäume ein wichtiger Bestandteil zur Rettung unserer Welt. Des Weiteren sind Bäume uneingeschränkt friedliche Lebewesen, sie haben keinen Anteil am großen „Fressen und gefressen werden“.

www.susannehanus.de
instagram: susanne_hanus_

Veranstaltungen:

  • Auftakt zur Langen Nacht der Museen, 16. Oktober 2021, 18 – 24 Uhr (Link zur Webseite der Langen Nacht der Museen)
  • Evensong zur Kunst „Leben im Wandel“, 30. Januar 2022, 18 Uhr 
  • Die Arbeiten der Künstlerin sind bis einschließlich 30. Januar 2022, täglich von 9-17 Uhr, in St. Lukas zu sehen.

Über die Künstlerin:

Susanne Hanus, geboren 1975 in Berlin, lebt und arbeitet heute im Süden von München, im „Blauen Land“ mit dem Biochemiker und Jazzgitarristen Stefan Hepbildikler und Tochter Gesa in einem frisch umgebauten ehemaligen Bergarbeiterhäuschen.

Nach dem Abitur verbrachte sie ein Jahr im Vorstadtgebiet von Rio de Janeiro und unterstützte ein Projekt für bedürftige Kinder. Anschließend studierte sie in Berlin, Dresden und Glasgow Bildende Kunst und erwarb 2002 das Diplom und 2004 den Meisterschülertitel. 

Sie hat innerhalb und außerhalb von Deutschland zahlreiche Ausstellungen bestritten und auch einige Preise und Stipendien erhalten. Ihre heutige Kunstpraxis umfasst die Arbeit mit vielseitigen Materialien abhängig vom Kontext. Eine Vorliebe hat sie für Zeichnung, Holzschnitt und Verstrickungen mit Wolle. Sie arbeitet gerne anlass- und ortsbezogen, sowie in wechselnden Kooperationen. Sie ist Bildende Künstlerin, Kuratorin, Kunstlehrerin, Grafikerin für die Zeitschrift „Stories“ und entwirft Schmuck gemeinsam mit der Goldschmiedin und Atelierkollegin Christa Kratzer.