6. Münchner Orgelsommer 2019

Der Münchner Orgelsommer ist ein Kooperationsprojekt der evangelischen Innenstadtkirchen und findet in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt. Zwischen 30. Juni und 8. September wird in rund 30 Konzerten die Vielfarbigkeit der protestantischen Orgellandschaft zu erleben sein. „Europäische Klangwelten“ stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Konzerte. Organisten aus dem In- und Ausland zeigen in ihren Programmen die ganze Vielfalt der Orgelmusik Europas auf.

Im Rahmen des Festivals finden 4 Konzerte in St. Lukas statt. Zu Gast sind zwei ausgezeichnete Organisten aus dem Ruhrgebiet: Andy von Oppenkowski, Kantor an der Kreuzeskirche in Essen, wird das erste Konzert spielen (ausnahmsweise an einem Samstagabend), gefolgt von Marcus Strümpe, der Kantor an der Salvatorkirche Duisburg und Kustos der Orgel in der Duisburger Mercatorhalle ist. Aus Frankreich kommt Johann Vexo zu uns. Er ist einer der Organisten an der Kathedrale Notre-Dame in Paris, sowie Organist an der Kathedrale zu Nancy und darüber hinaus weltweit als Konzertorganist gefragt. Lukas-Kantor Tobias Frank, selbst zu Gast an der großen Orgel von Notre-Dame im vergangenen Jahr, wird ein farbiges Programm mit Bach, Widor und Vierne präsentieren, sowie Minimalmusik, Spanisches und Modernes. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, Spenden zur Deckung der Unkosten werden erbeten. Weitere Informationen und Termine unter www.muenchner-orgelsommer.de

  • Programm

    Johann Sebastian Bach 1685-1750
    Sinfonia in D Wir danken dir Gott, wir danken dir


    Georg Friedrich Händel 1685-1759
    Music for the Royal Fireworks 


    Johann Sebastian Bach
    Concerto d-moll nach Antonio Vivaldi | BWV 596


    Michelangelo Rossi ca. 1602-1656
    Toccata Settima


    Percy Whtilock 1903-1946
    After an old french air


    Eugène Gigout 1844-1925
    Scherzo in E & Toccata in h


    Charles Marie Widor 1844-1937
    Adagio & Toccata (5. Sinfonie)

    Samstag, 6. Juli 2019 | 20 Uhr

    Orgelkonzert

    Andy von Oppenkowski (Essen)

    Andy von Oppenkowski hat 2007 die Leitung der Essener Kantorei übernommen und ist seit 2010 Kantor an der ev. Kreuzeskirche Essen und künstlerischer Leiter des Forum Kreuzeskirche Essen e.V. Seit 2006 ist Andy v. Oppenkowski Dozent für Orgel und Chorleitung an der Musikakademie Spieler. Von 2008 – 2011 war er an der Folkwang Universität der Künste als Tutor und Lehrbeauftragter im Fach Chorsingen tätig. Im Jahr 2009 hat er dort auch sein Studium der Kirchenmusik mit dem A-Examen abgeschlossen. Seine Schwerpunkte lagen in den Fächern Dirigieren (Prof. R. Otto und Prof. J. Breiding) und Orgel (Prof. R. M. Stangier). Meister-Kurse haben ihn zu P. Lefèbvre (Paris), P. Planyavsky (Wien) und H.-C. Rademann (Dresden) geführt. Andy v. Oppenkowski hat 2007 das Projekt Comedian Harmonists am Grillo Theater Essen als Stimmbildner betreut. Als Organist wird er zu Konzerten in Deutschland und ins Ausland (z.B. Freiburger Münster, Derby und Coventry Cathedral, England, Notre-Dame, Paris) eingeladen. Im Sommer 2013 führte ihn eine Konzertreise durch Russland (Ural und Sibirien). Er ist außerdem Mitinitiator des Orgelfestival.Ruhr und Initiator der Veranstaltungsreihe BACH.Atelier an der Kreuzeskirche Essen.

  • Programm

    Charles Tournemire 1870-1939
    Improvisation sur le Te Deum 


    Louis Vierne 1870-1937
    Clair de lune & Hymne à soleil 


    Petr Eben 1929-2007
    Auszüge aus Faust


    Samuel Barber 1910-1981
    Agnus Dei 


    Sigfrid Karg-Elert 1877-1933
    Symphonischer Choral: Jesu meine Freude | op.87/2 

    Sonntag, 21. Juli 2019 | 19 Uhr

    Orgelkonzert

    Marcus Strümpe (Duisburg)

    Marcus Strümpe studierte an der Folkwang-Hochschule Essen sowie an der Musikhochschule Trossingen. In Essen war er als Chorassistent von Prof. Ralf Otto zuständig für Korrepetition, Einstudierung und Organisation. Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache und Frieder Bernius schlossen sich an. 
    Als Organist wurde Strümpe von Prof. Gerd Zacher und Prof. Christoph Bossert ausgebildet. Er besuchte Meisterkurse bei Ewald Kooiman, Harald Vogel, Michael Radulescu und Jon Laukvik. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in der Vergangenheit in die Kathedralen von Lincoln (England), Galway (Irland), St. Anna di Stazzema (Italien), sowie an die Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen. In diesem Jahr war er u.a. in der Konstantinbasilika Trier zu Gast. 
    Strümpe ist Kantor der Duisburger Salvatorkirche mit ihrer Kuhn-Orgel, die er auf einer CD mit Werken von Cochereau, Gershwin, Bach u.a. porträtierte. Er arbeitet auch als Leiter des Philharmonischen Chors Duisburg und ist als Organist den Duisburger Philharmonikern verbunden. Darüber hinaus ist er einer der Kuratoren der englischen Konzertsaalorgel in der Duisburger Mercatorhalle, deren Planung und Bau er begleitet hat.

  • Programm

    Johann Sebastian Bach 1685-1750
    Passacaglia in c-Moll


    Philip Glass
    * 1937            
    Music in Contrary Motion


    Spanien
    17. Jh.
    Obra de Cuarto Tono


    Andrés de Sola
    1634-1696
    Tiento de medio registro de mano derecha de 1° Tono


    Eduardo Torres 1872-1934
    Saetas IV


    Jean Guillou 
    1930-2019
    Toccata


    Charles-Marie Widor 1844-1937
    Moderato cantabile (VIII. Sinfonie) 


    Louis Vierne 1871-1937
    Carillon de Westminster

    Sonntag, 4. August 2019 | 19 Uhr

    Orgelkonzert

    Lukas-Kantor Tobias Frank

    Tobias Frank ist Organist und Kantor an der Kulturkirche St. Lukas in München. Nach seinem Studium an der Münchner Musikhochschule (Orgel bei Prof. Martha Schuster) folgten ergänzende Studien der anglikanischen Kirchenmusik und Orgel bei Timothy Brown und David Briggs in England. Von 2008 bis 2015 war er Kantor an der Stadtkirche St. Johannis im mecklenburgischen Neubrandenburg und künstlerischer Leiter der dortigen Internationalen Orgeltage.

    Orgelkonzerte führen ihn regelmäßig in bedeutende Kirchen und Kathedralen im In- und Ausland (u.a. Westminster Abbey und St. Paul's Cathedral London, Frauenkirche Dresden, Kathedrale Notre-Dame in Paris). Für seine CD-Einspielungen bei den Labels Hänssler und Rondeau erhielt er in der internationalen Fachpresse einhelliges Lob. Jüngst erschien seine vierte CD Transcriptions francaises mit Weltersteinspielungen von Transkriptionen Marcel Durpés eingespielt an der Karl-Schuke-Orgel der Philharmonie in Luxemburg. Produktionen für den Rundfunk und Aufgaben als Arrangeur für den Bosse-, Bärenreiter- und den Carus-Verlag runden seine Arbeit ab. Weitere Informationen über den Organisten unter www.tobiasfrank.org

  • Programm

    Johann Sebastian Bach 1685-1750
    Toccata, Adagio und Fuge C-Dur | BWV 564


    Francisco Correa de Arauxi
    ca. 1584 - 1654
    Tiento de medio registro de dos tiples de secundo tono


    Alexandre-Pierre-François Boëly
    1785-1858
    Fantasie und Fuge in B-Dur | op. 18 Nr. 6


    César Franck
    1822-1890
    Cantabile


    Thierry Escaich * 1965
    Récit


    Jehan Alain 1911-1940
    Aria JA 138


    Gaston Litaize
    1909-1991
    Scherzo 


    Charles-Marie Widor 1844-1937
    Adagio & Finale (VI. Symphonie)

    Sonntag, 21. August 2019 | 19 Uhr

    Orgelkonzert

    Johann Vexo (Paris/Nancy)

    Johann VEXO wurde 1978 in Nancy geboren und studierte Orgel bei Christophe Mantoux, am Konservatorium in Straßburg, wo er einen ersten Preis im Fach Orgel erhielt. Er setzte seine Studien am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris fort. Dort waren Michel Bouvard und Olivier Latry seine Lehrer sowie in Improvisation Thierry Escaich und Philippe Lefebvre. Erste Preise errang Johann Vexo in den Fächern Orgel, Continuo, Harmonielehre und Kontrapunkt.

    Mit 25 Jahren wurde er zum Organisten an der Chororgel der Kathedrale Notre-Dame in Paris ernannt und ist ebenfalls Titularorganist an der Cavaillé-Coll Orgel der Kathedrale von Nancy, Professor für Orgel am Konservatorium und der Académie de supérieure in Straßburg.

    Johann Vexo wurde zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen und gab Konzerte in Europa, den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, Neuseeland und Russland. Als Solist oder mit Orchester trat er in Städten wie Atlanta, Auckland, Dallas, Düsseldorf, Los Angeles, Melbourne, Montreal, Moskau, New York, Porto, Riga und Wien, und an berühmten Orten wie Westminster Abbey in London oder der Cathedral of the National Shrine in Washington DC, dem Wanamaker Grand Court in Philadelphia, das KKL in Luzern, die Saint Mary’s Cathedral in Sydney und die Philharmonie in Jekaterinburg.

    Daneben unterrichtete er in Meisterkursen für die American Guild of Organists, an der Rice University in Houston, dem Curtis Institute of Music in Philadelphia, am Westminster Choir College in Princeton und der Portugiesischen Universität Aveiro. Johann Vexo spielte zahlreich Aufnahmen an historischen Instrumenten in Frankreich ein, darunter für die Firma JAV Recordings auf der großen Orgel von Notre-Dame in Paris. In den Vereinigten Staaten und Kanada wird er von der Agentur Philip Truckenbrod Concert Artists LLC vertreten.